Therapiemethoden in der Krankengymnastik
Vojta
In der Vojtatherapie geht man davon aus, dass jeder Mensch in der normalen Entwicklung ständig wiederkehrende Bewegungsmuster abrufen kann. Vojta geht dabei von grundlegenden Bewegungreflexen aus, die stammesgeschichtlich geprägt sind. Darum spricht Vojta zum Beispiel von "Reflexkriechen" und Reflexdrehen" und nicht von willkürlich beeinflußbaren Bewegungen.
Therapie:
Das Kind wird in eine Ausgangsstellung gebracht. Ziel ist es, durch leichten Druck ganz bestimmter Punkte, eine reflexartige, immer gleiche motorische Antwort zu erhalten. Somit werden Grundfertigkeiten, die für eine normale Entwicklung notwendig sind, angebahnt.
Die Eltern erlernen die Behandlungstechnik nach Vojta an ihrem Kind und übernehmen den Hauptteil der Therapie.
Regeln für die Vojtatherapie:
*Optimalerweise wird vier Mal täglich therapiert (darum ist eine gute Anleitung der Eltern von besonderer Bedeutung)
*Die Therapiedauer soll
-beim Säugling unter vier Wochen 5-6 min
-beim älteren Säugling 10 min
-beim Kleinkind 15 min
-bei älteren Kindern und Erwachsenen 20 min nicht überschreiten
(gemeint ist die tatsächliche Behandlungszeit!)
*Die Therapie darf nicht durchgeführt werden bei
-Fieber
-akuten entzündlichen Prozessen
-10 Tage nach Lebendimpfungen
In der Vojtatherapie geht man davon aus, dass jeder Mensch in der normalen Entwicklung ständig wiederkehrende Bewegungsmuster abrufen kann. Vojta geht dabei von grundlegenden Bewegungreflexen aus, die stammesgeschichtlich geprägt sind. Darum spricht Vojta zum Beispiel von "Reflexkriechen" und Reflexdrehen" und nicht von willkürlich beeinflußbaren Bewegungen.
Therapie:
Das Kind wird in eine Ausgangsstellung gebracht. Ziel ist es, durch leichten Druck ganz bestimmter Punkte, eine reflexartige, immer gleiche motorische Antwort zu erhalten. Somit werden Grundfertigkeiten, die für eine normale Entwicklung notwendig sind, angebahnt.
Die Eltern erlernen die Behandlungstechnik nach Vojta an ihrem Kind und übernehmen den Hauptteil der Therapie.
Regeln für die Vojtatherapie:
*Optimalerweise wird vier Mal täglich therapiert (darum ist eine gute Anleitung der Eltern von besonderer Bedeutung)
*Die Therapiedauer soll
-beim Säugling unter vier Wochen 5-6 min
-beim älteren Säugling 10 min
-beim Kleinkind 15 min
-bei älteren Kindern und Erwachsenen 20 min nicht überschreiten
(gemeint ist die tatsächliche Behandlungszeit!)
*Die Therapie darf nicht durchgeführt werden bei
-Fieber
-akuten entzündlichen Prozessen
-10 Tage nach Lebendimpfungen
Bobath
Das Bobath-Konzept beruft sich auf die lebenslange Anpassungsfähigkeit unseres Nervensystems. Also soll das Nervensystem wiederholt durch richtige Lernangebote (Reize) stimuliert werden. So können selbst Alltagsbewegungen zu einem Teil der Therapie werden.
Durch Hemmen "falscher" (krankhafter) Bewegungsmuster und Anbahnen automatischer Haltungsmechanismen (Stell-, Stütz- und Gleichgewichtsreaktionen) über bestimmte Schlüsselpunkte, wird die Körperwahrnehmung verbessert, ein harmonischer Bewegungsablauf gefördert und die Muskelspannung reguliert.
Therapie:
Durch gezielte äußere Reize und nach Notwendigkeit durch den Einsatz von Hilfsmittel, wird die Entwicklung von Haltungs- und Bewegungsmustern unterstützt, mit dem Ziel, die Fähigkeiten des Kindes zu verbessern und zu erweitern.
Die Eltern werden von Anfang an in die Therapie mit einbezogen und mit ihnen gemeinsam wird die individuell geeignete Vorgehensweise erarbeitet. Denn es soll so viel Unterstützung wie möglich, aber nur so viel wie nötig angeboten werden.
Regeln:
*Wachheit, Motivation und Aufmerksamkeit des Kindes
*Alters- und entwicklungsangepasstes Therapieangebot
*Alltags- bzw. situationsbezogenes Handeln
Das Bobath-Konzept beruft sich auf die lebenslange Anpassungsfähigkeit unseres Nervensystems. Also soll das Nervensystem wiederholt durch richtige Lernangebote (Reize) stimuliert werden. So können selbst Alltagsbewegungen zu einem Teil der Therapie werden.
Durch Hemmen "falscher" (krankhafter) Bewegungsmuster und Anbahnen automatischer Haltungsmechanismen (Stell-, Stütz- und Gleichgewichtsreaktionen) über bestimmte Schlüsselpunkte, wird die Körperwahrnehmung verbessert, ein harmonischer Bewegungsablauf gefördert und die Muskelspannung reguliert.
Therapie:
Durch gezielte äußere Reize und nach Notwendigkeit durch den Einsatz von Hilfsmittel, wird die Entwicklung von Haltungs- und Bewegungsmustern unterstützt, mit dem Ziel, die Fähigkeiten des Kindes zu verbessern und zu erweitern.
Die Eltern werden von Anfang an in die Therapie mit einbezogen und mit ihnen gemeinsam wird die individuell geeignete Vorgehensweise erarbeitet. Denn es soll so viel Unterstützung wie möglich, aber nur so viel wie nötig angeboten werden.
Regeln:
*Wachheit, Motivation und Aufmerksamkeit des Kindes
*Alters- und entwicklungsangepasstes Therapieangebot
*Alltags- bzw. situationsbezogenes Handeln
Cranio-Sacrale-Therapie
Cranium = Schädel
Sakrum = Kreuzbein
In der Cranio-Sacral-Therapie geht man davon aus, dass in der Wirbelsäule (->zwischen Schädel und Kreuzbein) die Rückenmarksflüssigkeit rhythmisch pulsiert. Dieser sog. Cranio-Sacrale-Rhythmus breitet sich im gesamten gesunden Körper über das Nervensystem aus. Durch Krankheit unterschiedlichster Art wird dieser Rhythmus unterbrochen bzw. gestört. Ziel ist es also, diese Blockaden zu lösen und den Rhythmus wieder zu ordnen.
Die Therapie ist u.a. geeignet bei:
*Babys nach schwieriger Geburt, wie z.B. KS oder Saugglocke
*unruhigen Babys und Schreikindern
*Bewegungs-, Entwicklungs- oder Konzentrationsstörungen
*akuten und chronischen Kopf- und Rückenschmerzen
*nach Unfällen
*Verdauungsstörungen
*Atembeschwerden
Cranium = Schädel
Sakrum = Kreuzbein
In der Cranio-Sacral-Therapie geht man davon aus, dass in der Wirbelsäule (->zwischen Schädel und Kreuzbein) die Rückenmarksflüssigkeit rhythmisch pulsiert. Dieser sog. Cranio-Sacrale-Rhythmus breitet sich im gesamten gesunden Körper über das Nervensystem aus. Durch Krankheit unterschiedlichster Art wird dieser Rhythmus unterbrochen bzw. gestört. Ziel ist es also, diese Blockaden zu lösen und den Rhythmus wieder zu ordnen.
Die Therapie ist u.a. geeignet bei:
*Babys nach schwieriger Geburt, wie z.B. KS oder Saugglocke
*unruhigen Babys und Schreikindern
*Bewegungs-, Entwicklungs- oder Konzentrationsstörungen
*akuten und chronischen Kopf- und Rückenschmerzen
*nach Unfällen
*Verdauungsstörungen
*Atembeschwerden
Castillo Morales
Die normale sensomotorische Entwicklung des Kindes steht bei Castillo Morales im Mittelpunkt der Therapie. Eindrücke die die Tiefensensibilität ansprechen werden über Zug, Druck und Vibration verdeutlicht. Die räumliche Orientierung wird genutzt um die Haltung zu stabilisieren.
Ziel ist es, dass die Kinder offener, aufmerksamer und motivierter werden. Ihre Umwelt besser aufnehmen und mit ihr kommunizieren können. Die Stützfunktion der Füße ist ein zentraler Punkt der Therapie, darum wird an ihr intensiv gearbeitet. Dabei ist es wichtig, die Kinder so früh wie möglich (am besten am Körper der Eltern) aufzurichten.
Die Therapie wurde speziell entwickelt für:
*Kinder mit genetischen Syndromen und Muskelschwäche
*Kinder mit neuromuskulären Erkrankungen
*Kinder mit verzögerter sensomotorischer Entwicklung
*Kinder mit Mehrfachbehinderung
*Kinder nach Schädelhirntrauma und/oder Koma
*Kinder mit peripheren Paresen
Die normale sensomotorische Entwicklung des Kindes steht bei Castillo Morales im Mittelpunkt der Therapie. Eindrücke die die Tiefensensibilität ansprechen werden über Zug, Druck und Vibration verdeutlicht. Die räumliche Orientierung wird genutzt um die Haltung zu stabilisieren.
Ziel ist es, dass die Kinder offener, aufmerksamer und motivierter werden. Ihre Umwelt besser aufnehmen und mit ihr kommunizieren können. Die Stützfunktion der Füße ist ein zentraler Punkt der Therapie, darum wird an ihr intensiv gearbeitet. Dabei ist es wichtig, die Kinder so früh wie möglich (am besten am Körper der Eltern) aufzurichten.
Die Therapie wurde speziell entwickelt für:
*Kinder mit genetischen Syndromen und Muskelschwäche
*Kinder mit neuromuskulären Erkrankungen
*Kinder mit verzögerter sensomotorischer Entwicklung
*Kinder mit Mehrfachbehinderung
*Kinder nach Schädelhirntrauma und/oder Koma
*Kinder mit peripheren Paresen
Child`Space
"Lernen soll und kann ein angenehmes, ein wunderbares Erlebnis sein" (Dr. Moshé Feldenkrais) Diesen Leitsatz hat seine Assistentin Dr. Chava Shelhav sich zu Herzen genommen und seine Methode für Säuglinge und Kleinkinder weiterentwickelt.
Es handelt sich um eine sehr sanfte und einfühlsame Methode, die sich sowohl an das Kind als auch an die Eltern richtet. Ziel ist es, dass die Eltern die Situation ihres Babys wahrnehmen, deuten und es darin unterstützen können. Egal welche Schwierigkeiten oder Behinderungen ein Kind hat, die Familie soll lernen, damit umzugehen und gemeinsam mit dem Kind Freude am Lernen entwickeln.
Therapie:
Um geistige, emotionale und körperliche Fähigkeiten zu fördern, werden dem Kind spielerische Bewegungen angeboten. Über beobachten, bewegen, ansprechen und singen lernt das Baby neue Informationen über sich und seine Umwelt kennen. Sinneseindrücke können besser verarbeitet und geordnet werden.
Den Eltern werden Tipps zum Tragen und Halten ihres Kindes gegeben. Möglichkeiten zum Beruhigen, Spielen und für ein tieferes Verständnis werden gemeinsam erarbeitet.
Ziel ist es, dass das Kind Selbstvertrauen entwickelt und Freude daran hat, Neues zu entdecken. Es geht nie darum wann ein Kind etwas tut, sondern wie! Bindungsverhalten, Gleichgewicht, Orientierung, Motivation, Konzentration und soziales Verhalten sollen reifen.
"Lernen soll und kann ein angenehmes, ein wunderbares Erlebnis sein" (Dr. Moshé Feldenkrais) Diesen Leitsatz hat seine Assistentin Dr. Chava Shelhav sich zu Herzen genommen und seine Methode für Säuglinge und Kleinkinder weiterentwickelt.
Es handelt sich um eine sehr sanfte und einfühlsame Methode, die sich sowohl an das Kind als auch an die Eltern richtet. Ziel ist es, dass die Eltern die Situation ihres Babys wahrnehmen, deuten und es darin unterstützen können. Egal welche Schwierigkeiten oder Behinderungen ein Kind hat, die Familie soll lernen, damit umzugehen und gemeinsam mit dem Kind Freude am Lernen entwickeln.
Therapie:
Um geistige, emotionale und körperliche Fähigkeiten zu fördern, werden dem Kind spielerische Bewegungen angeboten. Über beobachten, bewegen, ansprechen und singen lernt das Baby neue Informationen über sich und seine Umwelt kennen. Sinneseindrücke können besser verarbeitet und geordnet werden.
Den Eltern werden Tipps zum Tragen und Halten ihres Kindes gegeben. Möglichkeiten zum Beruhigen, Spielen und für ein tieferes Verständnis werden gemeinsam erarbeitet.
Ziel ist es, dass das Kind Selbstvertrauen entwickelt und Freude daran hat, Neues zu entdecken. Es geht nie darum wann ein Kind etwas tut, sondern wie! Bindungsverhalten, Gleichgewicht, Orientierung, Motivation, Konzentration und soziales Verhalten sollen reifen.
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