Herzfehlbildung - ASD
Der Atriumseptumdefekt (ASD) ist mit ca. 8% aller angeborener Herzfehler die 3. häufigste Herzfehlbildung.
Atrium = Vorhof
Septum = Scheidewand
Durch ein Loch in der Herzscheidewand zwischen den Vorhöfen kommt es zu einem "Links-Rechts-Shunt" , dass heißt einem Kurzschluß zwischen dem Lungen- und Körperkreislauf. Also fließt je nach Größe des Defektes eine mehr oder weniger große Blutmenge wegen dem Druckunterschied von links nach rechts, also statt in den Körperkreislauf, zurück in den Lungenkreislauf. Daraus folgt eine Mehrbelastung der rechten Herzkammer und natürlich auch des Lungenkreislaufs.
Bester Zeitpunkt für eine OP ist etwa im Alter von 4-5 Jahren, wenn das Kind mehr als 15 kg wiegt und genügend Eigenblut besitzt.
Vier Formen werden beim ASD unterschieden.
Atrium = Vorhof
Septum = Scheidewand
Durch ein Loch in der Herzscheidewand zwischen den Vorhöfen kommt es zu einem "Links-Rechts-Shunt" , dass heißt einem Kurzschluß zwischen dem Lungen- und Körperkreislauf. Also fließt je nach Größe des Defektes eine mehr oder weniger große Blutmenge wegen dem Druckunterschied von links nach rechts, also statt in den Körperkreislauf, zurück in den Lungenkreislauf. Daraus folgt eine Mehrbelastung der rechten Herzkammer und natürlich auch des Lungenkreislaufs.
Bester Zeitpunkt für eine OP ist etwa im Alter von 4-5 Jahren, wenn das Kind mehr als 15 kg wiegt und genügend Eigenblut besitzt.
Vier Formen werden beim ASD unterschieden.
Ostium-Secundum-Defekt (ASD II)
Häufigste Form der Atriumseptumdefekte, bei der das Loch in der Mitte liegt.
Oft wird diese Form eines Herzfehlers erst bei Jugendlichen oder Erwachsenen entdeckt, da mit zunehmendem Alter heftige Beschwerden auftreten können. Darum wird schon früh operiert, wenn dieser Herzfehler bekannt ist, auch, wenn der Patient noch beschwerdefrei ist.
Therapie:
Meistens kann dieser Herzfehler in einer Herzkatheter-OP verschlossen werden. Dabei wird entweder ein "Doppelschirmchen" oder ein sich selbst zentrierendes Metallgerüst über den Katheter in das Loch gesetzt und dort entfaltet. Dieses Verschlußsystem überwächst dann dauerhaft mit der Herzinnenhaut, dem Endokard.
Diese Verschlußtechnik funktioniert jedoch nur, wenn das Loch mittig und nicht zu groß ist und außerdem glatte Ränder hat.
Sind diese Vorraussetzungen nicht gegeben, muß das Loch in einer Operation chirurgisch verschlossen werden.
Häufigste Form der Atriumseptumdefekte, bei der das Loch in der Mitte liegt.
Oft wird diese Form eines Herzfehlers erst bei Jugendlichen oder Erwachsenen entdeckt, da mit zunehmendem Alter heftige Beschwerden auftreten können. Darum wird schon früh operiert, wenn dieser Herzfehler bekannt ist, auch, wenn der Patient noch beschwerdefrei ist.
Therapie:
Meistens kann dieser Herzfehler in einer Herzkatheter-OP verschlossen werden. Dabei wird entweder ein "Doppelschirmchen" oder ein sich selbst zentrierendes Metallgerüst über den Katheter in das Loch gesetzt und dort entfaltet. Dieses Verschlußsystem überwächst dann dauerhaft mit der Herzinnenhaut, dem Endokard.
Diese Verschlußtechnik funktioniert jedoch nur, wenn das Loch mittig und nicht zu groß ist und außerdem glatte Ränder hat.
Sind diese Vorraussetzungen nicht gegeben, muß das Loch in einer Operation chirurgisch verschlossen werden.
Ostium-Primum-Defekt (ASD I)
Zweithäufigste Form der Atriumseptumdefekte, bei der das Loch im untersten Teil der Vorhofscheidewand liegt.
Der Defekt reicht bis an die Klappenebene heran und ist daher häufig mit einem Mitralklappenspalt oder seltener einer Fehlfunktion der Trikuspidalklappe gekoppelt.
Mitralklappe = Segelklappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer
Trikuspidalklappe = Segelklappe zwischen dem rechten Vorhof und der rechten Herzkammer
Therapie:
Dieser Herzfehler muß immer in einer OP chirurgisch mit einem "Flicken" (Patch) aus Kunststoff oder körpereigenem Gewebe verschlossen werden.
Zweithäufigste Form der Atriumseptumdefekte, bei der das Loch im untersten Teil der Vorhofscheidewand liegt.
Der Defekt reicht bis an die Klappenebene heran und ist daher häufig mit einem Mitralklappenspalt oder seltener einer Fehlfunktion der Trikuspidalklappe gekoppelt.
Mitralklappe = Segelklappe zwischen dem linken Vorhof und der linken Herzkammer
Trikuspidalklappe = Segelklappe zwischen dem rechten Vorhof und der rechten Herzkammer
Therapie:
Dieser Herzfehler muß immer in einer OP chirurgisch mit einem "Flicken" (Patch) aus Kunststoff oder körpereigenem Gewebe verschlossen werden.
Persistierendes Foramen ovale (PFO)
Einfachste Form der Atriumseptumdefekte, bei der sich das Foramen ovale nach der Geburt nicht verschließt. Meistens muß dieser Herzfehler nicht behandelt werden, da die Kinder nicht beeinträchtigt sind. Wenn doch, wird über einen Herzkatheter ein Schirmchen eingeführt und aufgespannt, und das Foramen ovale verschlossen.
Foramen ovale = ovale Öffnung zwischen den Herzvorkammern. Da im vorgeburtlichen Kreislauf die Lunge noch nicht erheblich durchblutet wird, fließt das Blut durch das Foramen ovale in die linke Vorkammer. Normalerweise verschließt sich das Foramen ovale innerhalb der ersten Lebenswochen.
Neue Studien haben einen Zusammenhang zwischen PFO und Migräne mit Aura fetsgestellt. 60-80% der Migränepatienten hatten ein PFO, und nach erfolgreichem Verschluß waren bei 50% der Behandelten die Symptome der Migräne verschwunden.
Einfachste Form der Atriumseptumdefekte, bei der sich das Foramen ovale nach der Geburt nicht verschließt. Meistens muß dieser Herzfehler nicht behandelt werden, da die Kinder nicht beeinträchtigt sind. Wenn doch, wird über einen Herzkatheter ein Schirmchen eingeführt und aufgespannt, und das Foramen ovale verschlossen.
Foramen ovale = ovale Öffnung zwischen den Herzvorkammern. Da im vorgeburtlichen Kreislauf die Lunge noch nicht erheblich durchblutet wird, fließt das Blut durch das Foramen ovale in die linke Vorkammer. Normalerweise verschließt sich das Foramen ovale innerhalb der ersten Lebenswochen.
Neue Studien haben einen Zusammenhang zwischen PFO und Migräne mit Aura fetsgestellt. 60-80% der Migränepatienten hatten ein PFO, und nach erfolgreichem Verschluß waren bei 50% der Behandelten die Symptome der Migräne verschwunden.
Sinus-Venosus-Defekt
Seltenste Form der Atriumseptumdefekte, bei der das Loch im obersten Teil der Vorhofscheidewand liegt. In 90% der Fälle ist dieser Herzfehler mit einer oder mehreren Fehleinmündungen der Lungenvenen kombiniert.
Therapie:
Dieser Herzfehler wird immer in einer Operation chirurgisch mit einem Patch versorgt. Außerdem werden die fehleinmündenden Lungenvenen so umgesetzt, dass ein normaler Blutfluß gewährleistet wird.
Seltenste Form der Atriumseptumdefekte, bei der das Loch im obersten Teil der Vorhofscheidewand liegt. In 90% der Fälle ist dieser Herzfehler mit einer oder mehreren Fehleinmündungen der Lungenvenen kombiniert.
Therapie:
Dieser Herzfehler wird immer in einer Operation chirurgisch mit einem Patch versorgt. Außerdem werden die fehleinmündenden Lungenvenen so umgesetzt, dass ein normaler Blutfluß gewährleistet wird.
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